Südafrika – Ein Abenteuer mit Troels
Mittlerweile sind einige Monate seit unserer Rückkehr vergangen, und unsere unvergessliche Reise nach Südafrika ist zu einer Erinnerung geworden, die immer wieder lebendig wird.
Mein Jagdkamerad Troels und ich machten uns an einem frühen Montagmorgen auf den Weg zum Flughafen Kopenhagen. Check-in und Sicherheitskontrolle verliefen problemlos, und schon bald saßen wir im Flugzeug Richtung Afrika.
Unsere Reise führte über Heathrow und Johannesburg, bevor wir in eine kleine Maschine nach Port Elizabeth umstiegen.
Am Flughafen wurden wir von unserem PH und Jagdführer Jason empfangen. Zunächst wirkte er wie ein Mann weniger Worte, doch schon bald sorgte ein Scherz nach dem anderen für gute Stimmung. Die Sonne schien, die Laune war bestens und das Abenteuer konnte beginnen.
Nach einer kurzen Mahlzeit ging es direkt zum Schießstand. Dort testeten wir verschiedene Büchsen auf unterschiedlichen Distanzen, bis jeder mit seiner Ausrüstung vollkommen vertraut war. Anschließend kehrten wir zur Boma zurück, wo bereits ein hervorragendes Willkommensessen auf uns wartete.
Gut gestärkt gingen wir früh schlafen, denn am nächsten Morgen sollte die eigentliche Jagd beginnen.
Troels' erste afrikanische Jagd – Das Zebra


Der Wecker klingelte früh. Mit fast 30.000 Hektar Jagdgebiet vor uns gab es keine Zeit zu verlieren.
Nach einem kräftigen Frühstück fuhren wir mit dem Land Cruiser hinaus in die afrikanische Wildnis. Die Sonne stieg gerade über den Horizont, und das Tierleben erwachte langsam.
Das Ziel des Tages war klar: Troels sollte sein erstes afrikanisches Zebra erlegen.
Von einem Berg aus suchten wir das weite Gelände mit den Ferngläsern ab und hielten Ausschau nach den charakteristischen schwarz-weißen Streifen.
Schon bald entdeckte Jason eine kleine Zebraherde etwa zwei bis drei Kilometer entfernt im dichten Busch. Die Pirsch würde schwierig werden, doch wir beschlossen, unser Glück zu versuchen.
Nachdem wir mit dem Fahrzeug so nah wie möglich herangefahren waren, ging es zu Fuß weiter.
Langsam und vorsichtig bewegten wir uns durch das dichte Buschland. Vogelgesang erfüllte die Luft, während verschiedene Antilopen ihren Geschäften nachgingen. Der Wind stand perfekt.
Nach etwa 20 bis 30 Minuten Pirsch entdeckten wir die Zebraherde erneut, nun in einer Entfernung von etwa 400 bis 500 Metern.
Meter für Meter arbeiteten wir uns näher heran.
Dann kam die Chance.
Troels legte ruhig seine Büchse auf den Zielstock. Jason pfiff kurz. Das Zebra blieb stehen.
Für einen Augenblick schien die Zeit stillzustehen.
Dann brach der Schuss.
Die Kugel traf perfekt hinter dem Blatt und durchschlug beide Lungen.
Die Spannung steigt – doch die Schweißfährte spricht für sich

Im Schuss sprang das Zebra ab und verschwand im dichten Busch. Aufgrund der Vegetation konnten wir nicht erkennen, wie weit es noch gelaufen war.
Am Anschuss fanden wir jedoch schon bald die ersten Schweißtropfen. Die hellrosa, schaumige Färbung ließ keinen Zweifel zu: ein sauberer Lungenschuss.
Mit Zuversicht folgten wir der Fährte.
Keine 100 Meter später lag das prächtige Zebra vor uns.
Die Freude war riesig. Troels hatte sein erstes afrikanisches Zebra mit einem hervorragenden Schuss erlegt.
Schnell holten wir den Land Cruiser, um das Stück zu bergen und die Qualität des Fells trotz der heißen Sonne bestmöglich zu erhalten.
Die folgenden Tage
Die nächsten Tage brachten weitere spannende Jagderlebnisse auf Impala, Springbock, Nyala und Steinbock. Sowohl Troels als auch ich konnten mehrere erfolgreiche Jagden erleben.
Über jede einzelne Jagd könnte ich eigene Geschichten schreiben, doch das würde den Rahmen sprengen.
Mit jedem Tag wurden unsere Beziehungen zu Jason und dem gesamten Team enger. Ehe wir uns versahen, war es Zeit für die Heimreise.
Südafrika hat uns auf ganzer Linie begeistert: großartige Jagd, fantastische Menschen und Erinnerungen fürs Leben.
Vor allem aber bin ich dankbar, dass ich dieses Abenteuer gemeinsam mit Troels erleben durfte.










