Zecken und FSME – was Jäger wissen sollten

Für die meisten Jäger ist die Natur ein Rückzugsort. Lange Tage im Wald, Morgenstunden im Moor und viele Stunden auf dem Ansitz oder bei der Pirsch gehören für viele zu Freiheit, Natur und echten Jagderlebnissen. Doch während sich Zecken in Dänemark und im übrigen Europa weiter ausbreiten, wächst auch die Aufmerksamkeit für die Krankheiten, die diese kleinen Parasiten übertragen können.

Eine der Krankheiten, die bei Jägern, Outdoor-Fans und Reisenden zunehmend im Fokus steht, ist FSME – die Frühsommer-Meningoenzephalitis.

Für viele dänische Jäger ist das Risiko im eigenen Land weiterhin relativ gering. Wer jedoch zur Jagd nach Schweden, Mitteleuropa oder ins Baltikum reist, trifft dort auf deutlich höhere Risiken.

Zecken gehören inzwischen zur Jagd dazu

Die meisten Jäger kennen die Situation.

Nach einem Tag im Wald entdeckt man eine Zecke am Bein, in der Leistengegend oder vielleicht am Hals. Oft bemerkt man sie erst Stunden später.

Zecken findet man vor allem in:

  • hohem Gras
  • dichtem Unterholz
  • feuchten Waldgebieten
  • Regionen mit viel Reh- und Rotwild

Gerade deshalb gehören Jäger zu den Personengruppen, die besonders häufig von Zeckenstichen betroffen sind.

In Dänemark ist der Gemeine Holzbock die häufigste Zeckenart und fast das ganze Jahr aktiv. Früher galten Zecken vor allem als Sommerproblem, doch milde Winter sorgen heute dafür, dass die Saison früher beginnt und länger andauert.

Für viele Jäger sind Zecken mittlerweile fast ein fester Bestandteil der Jagd geworden.

Was ist FSME?

FSME steht für Frühsommer-Meningoenzephalitis und ist eine Virusinfektion, die durch Zeckenstiche übertragen wird.

Die Krankheit greift das zentrale Nervensystem an und kann in schweren Fällen zu Gehirn- oder Hirnhautentzündungen führen.

Das Besondere an FSME ist, dass es keine direkte Behandlung gibt. Während Borreliose mit Antibiotika behandelt werden kann, steht bei FSME vor allem die Vorbeugung im Mittelpunkt.

Gute Tipps zur Vorbeugung für Jäger

Wer viel Zeit in der Natur verbringt, kann Zecken nicht vollständig vermeiden. Mit den richtigen Maßnahmen lässt sich das Risiko jedoch deutlich reduzieren.

Vor der Jagd:

  • lange Hosen tragen
  • Hosenbeine in Stiefel oder Socken stecken
  • gegebenenfalls Zeckenschutzmittel verwenden
  • eng anliegende Kleidung in dichtem Bewuchs tragen

Nach der Jagd

  • den Körper gründlich absuchen
  • besonders Leisten, Achseln und Kniekehlen kontrollieren
  • den Hund überprüfen
  • Zecken schnell entfernen
  • in den folgenden Tagen auf Symptome achten

Viele erfahrene Jäger machen den Zeckencheck nach jedem Jagdtag zur festen Routine.

Sollten sich Jäger impfen lassen?

Diese Frage wird unter Jägern und Outdoor-Fans immer häufiger gestellt. Wir empfehlen erneut, den eigenen Arzt zu kontaktieren oder sich über die Empfehlungen der Gesundheitsbehörden zu informieren.

Die Natur sollte weiterhin genossen werden

Auch wenn Zecken und FSME heute stärker im Fokus stehen, bedeutet das nicht, dass man die Natur meiden sollte.

Die meisten Zeckenstiche führen nicht zu Krankheiten, und die meisten Jagdreisen verlaufen problemlos. Dennoch zeigt die Entwicklung in Europa deutlich, dass zeckenübertragene Krankheiten ein Thema sind, das Jäger kennen sollten.

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